Himmelwärts in der Petruskirche Steinen

- 13.12.2025 - 

Hoffnung - für Dich (Glaube Hoffnung Liebe)

Himmelwärtsgottesdienst in der Petruskirche Steinen
mit Pfr. Ingo Meißner
 
Predigt: Hoffnung - für Dich
Unsere​ Gemeindevision:​ „Glaube, ​Liebe,​ Hoffnung ​- für dich“
(1. Petrus 1, 3 - 9)
 
Lieder:
  • FJ6 150: Nur durch Christus in mir CCLI-Nr.: 7129715
  • EG 17: Wir sagen euch an den lieben Advent
  • FJBO 14: Freue dich, Welt, dein König naht CCLI-Nr.: 5855537
  • FJ6 6: Alle Augen auf dich CCLI-Nr.: 7096771
  • FJ6 61: Jesus, meine Hoffnung, lebt CCLI-Nr.: 7116987
  • FJ5 158: Cornerstone (My hope is built on nothing less) CCLI-Nr.: 6158927
  • FJ4 195: Herr aller Hoffnung CCLI-Nr.: 4931706
CCLi Liedlizenz 5100265

Predigt zur Gemeindevision Teil 3 und 1. Petrus 1,3-9: „Hoffnungsvoll leben“

Himmelwärtsgottesdienst
(13. Dezember 2025, Pfr. Ingo Meißner, Evangelische Kirche Steinen)
 
Hoffnung - auf was hoffen Menschen alles so?
 
Schönes Wetter, Schönen Urlaub, Frieden an Weihnachten, Gute Neujahrsvorsätze, die man auch umsetzen wird,  wir hoffen auf Veränderung im Job, Gut mit Mitmenschen auskommen, gesund zu bleiben, Kinder gute Basis / Ausbildung, Bewahrung, Prüfung gelingt, Besserung der finanziellen Situation, dass die Rente noch fliesst, Frieden auf der Welt, Ende der Kriege, medizinischen Fortschritt, schönen ruhigen Tod
 
Auch Hoffnung auf ein langes, ewiges Leben: Die Longevity-Bewegung versucht hier das Leben immer länger werden zu lassen. Durch bewusste lebensverlängernde Techniken.
 
Manche Hoffnungen sind realistisch. Sie können eintreffen.
Andere sind unrealistisch. Wie eben das ewige Leben hier auf der Erde mit unserem Körper.
 
Manche Hoffnungen erfüllen sich automatisch, bei anderen kann man nachhelfen, sich entsprechend dafür einsetzen, reinhängen.
 
Manche Hoffnung und Wünsche werden jedoch unerfüllt bleiben: nicht jede Krankheit wird geheilt.
Nicht jeder Urlaubsziel können wir uns leisten. Wir bekommen nicht alle den Traumpartner. Nicht jeder Kinderwunsch geht in Erfüllung. Und aus unseren Kindern wird auch nicht immer das, was wir Ihnen von Herzen wünschen.
 
Doch ist hoffen und wünschen - das gehört für mich eng zusammen - wichtig im Leben. Wer nicht mehr hofft, hat aufgegeben. Will nicht mehr, kann nicht mehr.
 
Und wir Christen - Auf was hoffen wir?
 
Zunächst: Auch auf das, was alle Welt so hofft... Denn: Wir sind ja auch ganz normale Menschen mit Wünschen und Hoffnungen.
 
Doch gibt es durchaus spezielle Dinge, die unsere Hoffnung ausmachen.
 
In unserer Gemeindevision „Glaube-Liebe-Hoffnung – für Dich“ haben wir bewusst die Hoffnung mit aufgenommen.
 
Dort heisst es (Gemeinde-Vision Teil 3):
 
Hoffnung
 
„Dein Leben kann aufblühen. Du gehst mit Gott mutig, zuversichtlich und dankbar voran. Er sieht dich und gibt deinem Leben Sinn und Bedeutung. Hier und in Ewigkeit.
 
Und: Wir stehen einander bei, mit aufrichtigen Worten und tatkräftiger Hilfe.“
 
Lasst uns jetzt mal schauen, wie das mit der Hoffnung für uns Christen aussieht.
 
 
Zunächst die Hoffnung: Gott / Jesus uns sieht. Wir nicht alleine sind. Er steht uns beisteht. Begleitet.
Auch im Tal des Todes (Psalm 23).
Er geht uns vorangeht im Dschungel unseres Lebens, wo wir so vieles nicht überblicken können, weil alles so dicht um uns herum ist.
Wo wir uns schnell verirren, verrennen können, in Panik geraten. So viele Möglichkeiten, so viele Entscheidungen – das kann schon sehr herausfordernd sein.
Jesus möchte uns wie mit einer Machete in der Hand vorausgehen, uns den Weg bahnen. Möchte uns neu Orientierung geben. Rat und Weisheit in schwierigen Situationen.
 
Er möchte Licht ins Dunkel bringen. Er bringt Hoffnung in die Dunkelheit. Vertreibt Dunkelheit.
 
Licht bewirkt Leben. Ohne Licht kein Leben. Jesus Christus das Licht der Welt. Will auch uns innerlich hell machen.
Und wir können auch anderen zum Licht werden. Ihnen helfen, zu hören, begleiten. Rat geben. Orientierung.
 
Eine weitere Hoffnung ist, dass wir mit unseren Sorgen nicht allein sind. Dass er sich kümmern möchte.
 
Wir können mit unseren Sorgen jederzeit zu ihm kommen. Er sich freut, wenn wir sie ihm bringen. Und zu seiner Zeit auf seine Weise Hilfe schicken wird. Und wir dann im Rückblick staunen können, wie und durch was er gewirkt hat.
 
So wie die Lilien auf dem sich nicht sorgen müssen, wie sie schön wachsen. Sondern es geschieht. Gott lässt wachsen! Das Leben kann aufblühen!
 
„Hoffnung - Dein Leben kann aufblühen. Du gehst mit Gott mutig, zuversichtlich und dankbar voran.“
 
Ein anderes Hoffnungsbild kann sein: Löwenzahn im Asphalt: es wächst und blüht auf. Trotz schwieriger Umstände!
Oder wieder ein anderes Bild: Wasser in der Wüste - wenn du dich wie in einer Wüste empfindest.
 
Gott will sich kümmern. Und wir hoffen auf seine Hilfe.
 
Worauf hoffen wir noch?
 
Wir hoffen auf eine Gerechtigkeit hier - oder spätestens im Himmel, wo ungesühntes Unrecht hier, einmal vor Gottes Richterstuhl kommt. Und er richten wird. Wenn Christus am Ende der Zeiten wiederkommen wird: „Zu richten die lebenden und die Toten“ (Credo)
Der mächtige Gott des Himmels und der Erde ist auch mein Gott. Er ist der große „Ich kann“!
 
Und wir hoffen auf das ewige Leben
Wir sind eine Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung. Weil Jesus auferstanden ist, dürfen wir auch darauf hoffen, dass wir die Ewigkeit mit ihm einmal verbringen können.
 
Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, hätten wir keine Hoffnung und wären die armseligsten
Bild: Lichtstrahl im Wald
 
Gott ist ein großer Hoffnungsschenker.
 
Weil Gott Hoffnung schenkt, Zuversicht, Mut - deswegen kann mein Leben aufblühen. Und ich werde dankbar, weil ich Gott am Werk in der Geschichte, in dieser Welt, meinem Leben sehe.
Paulus hält fest, dass Gott ein Gott der Hoffnung ist. Von ihm kommt sie her. Und wer machte uns immer wieder neu damit füllen und uns wachsen und gedeihen lassen:
 
Römer 15, 13:
„Der Gott, der Hoffnung schenkt,
erfülle auch euch in eurem Glauben
mit lauter Freude und Frieden.
So soll eure Hoffnung
über alles Maß hinaus wachsen
durch die Kraft des Heiligen Geistes.“
 
Bei Petrus stehen ebenfalls bedeutende Worte der Hoffnung - hoffnungsvolle Worte:
 
1. Petrus 1, 3 - 9:
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem grenzenlosen Erbarmen hat er uns neues Leben geschenkt.
Weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, haben wir die Hoffnung auf ein neues, ewiges Leben. Es ist die Hoffnung auf ein ewiges, von keiner Sünde beschmutztes und unzerstörbares Erbe, das Gott im Himmel für euch bereithält.
Bis dahin wird euch Gott durch seine Kraft bewahren, weil ihr ihm vertraut. Aber dann, am Ende der Zeit, werdet ihr selbst sehen, wie herrlich das unvergängliche Leben ist, das Gott schon jetzt für euch bereithält.
Darüber freut ihr euch von ganzem Herzen, auch wenn ihr jetzt noch für eine kurze Zeit auf manche Proben gestellt werdet und viel erleiden müsst. So wird sich euer Glaube bewähren und sich wertvoller und beständiger erweisen als pures Gold, das im Feuer vollkommen gereinigt wurde.
Lob, Preis und Ehre werdet ihr dann an dem Tag empfangen, an dem Christus für alle sichtbar kommt.
Ihr habt ihn nie gesehen und liebt ihn doch. Ihr glaubt an ihn, obwohl ihr ihn auch jetzt nicht sehen könnt, und eure Freude ist grenzenlos, denn ihr kennt das Ziel eures Glaubens: die Rettung für alle Ewigkeit.
 
Worin ist unsere Hoffnung begründet?
 
Sie ist der Vergangenheit begründet:
- Gott hat schon so viel geholfen - er wird es wieder tun!
„Lobe den Herr mein Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat…“
 
Hoffnung bewährt sich in der Gegenwart und bewirkt große Freude, wenn wir an der Hoffnung festhalten und merken: er ist da. Ich bin nicht alleine!
Auch manchmal Glauben gegen den Anschein, in schwierigen Situaitionen, wo wir meinen, dass Gott nicht da sei. Und dennoch dran bleiben… Nicht nachlassen!
 
Hoffnung ist auf die Zukunft gerichtet: Ewigkeitshoffnung.
Jesus Christus hat uns vom geistlichen Tod gerettet.
 
Damit wir hoffnungsvoll leben können. Wir haben eine frohe Zukunft, die aber auch schon hier und jetzt froh machen kann.
Und wenn wir einmal unseren (Lebens)lauf vollendet haben, dann winken uns Lob, Preis und Ehre bei Gott.
Dann bekommen wir die Siegeskrone aufgesetzt. Und dürfen beim himmlischen Gastmahl, im neuen Jerusalem, im neuen Paradies auf ewig Zeit mit Gott verbringen!
 
Das ist doch alles mal eine gute Hoffnung – oder?
 
Diese christliche Hoffnung kann / soll wachsen
 
Wie kann sie wachsen?
 
Durch gegenseitige Ermutigung - wir reden davon. Wir beten füreinander. Wir gehen oder bleiben bewusst in der Gemeinschaft mit anderen Christen und stärken uns so gegenseitig.
Wir überlegen uns bei Begegnungen mit anderen Menschen: Welche Worte spenden Trost / Hoffnung?
 
Was hilft in schwieriger oder gar hoffnungsloser Situation?
 
Wir stehen einander bei:
Ein hoffnungsvoller Mensch strahlt etwas Positives aus und kann andere, die hoffnungslos sind, mitnehmen, ermutigen, neu Hoffnung wecken.
 
Werden zum Hoffnungslicht für andere. Weil Christus durch uns hindurch scheinen möchte.
 
Wir suchen bewusst Menschen in unserem Umfeld, die Hoffnungsvolles ausstrahlen. Wo Liebe, Güte und Barmherzigkeit deutlich werden.
 
Wir lesen davon: in der Bibel, oder von anderen Menschen, die hoffnungsvolle Erfahrungen machen konnten
 
Und wir lassen es uns zusingen.
 
Durch geistliche Lieder und stimmen auch in das „neue Lied“ der Größe und Schönheit Gottes ein.
 
Dies alles zur Ehre Gottes, der ein Gott der Hoffnung ist und uns immer wieder neu mit seiner Hoffnung erfüllen möchte!
 
Ihm sei alle Ehre dafür!
 
Amen.