Grundgedanken PDF Drucken E-Mail

 

Kindergarten soll für Kinder und Erwachsene ein Stück bewusst gestalteten Lebens und Alltags sein, also weder reine Betreuungsfunktion haben noch nur auf rein sachbezogene, abstrakte, geistige Lerninhalte ausgerichtet sein.

Der Kindergarten ermöglicht dem Kind in einer größeren Gruppe zu leben, sich für eine bestimmte Zeit des Tages von der Familie zu lösen und neue Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen aufzubauen. Die Arbeit in unserem Kindergarten richtet sich nach den Gedanken der kindzentrierten Kindergartenarbeit und dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten. Dabei steht grundsätzlich das einzelne Kind mit seinen Entwicklungsbedürfnissen im Mittelpunkt der Arbeit. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Überzeugung, dass jedes Kind ein unverwechselbares Individuum ist und in seiner ganz eigenen Entwicklung gefördert werden muss.

Grundlage unserer Erziehungsarbeit ist die Beziehungsgestaltung zwischen jeder ErzieherIn/jedem Erzieher und jedem einzelnen Kind, die gerade bei jüngeren Kindern eine herausragende Bedeutung hat.

Unser Ziel ist es, die Kinder bei ihrer Entwicklung zu glücklichen, selbstständigen und demokratischen Persönlichkeiten zu begleiten und zu unterstützen.

Das Wichtigste ist, dass die Kinder Selbst – Bewusst - Sein und Selbst - Vertrauen entwickeln, um so auch mit anderen positiv in einer Gruppe zusammen sein zu können.

Selbst - Bewusst - Sein zu entwickeln bedeutet, dass jedes Kind lernt, sein eigenes „Ich“ wahrzunehmen. Es findet heraus, was für eine Person es ist, welches seine Stärken und Schwächen sind (was kann ich gut - was nicht) und wie es sich als Kind unter vielen Kindern fühlt. Es lernt als einzigartiges Individuum Teil einer Gemeinschaft zu sein und diese mitzugestalten. Es kann seine Bedürfnisse wahrnehmen und anderen gegenüber vertreten. Friedliche Möglichkeiten der Konfliktlösung, der Umgang mit Regeln und Grenzen werden erprobt.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die direkte Beteiligung der Kinder an  vielen internen Planungen (z. B. welche Themen bearbeitet werden).

Bei unserer praktischen Bildungs- und Erziehungsarbeit fördern wir die Kinder ganzheitlich auch in gruppenübergreifenden Angeboten in vielen Bereichen: dem kreativ-schöpferischen Gestalten, dem Ausprobieren von sozialem Verhalten, der Bewegungsfähigkeit, der Wissenserweiterung, der Sprach- & Kommunikationskompetenz, dem Experimentieren und Forschen, der Natur und Umweltbegegnung (z. B. Waldtage), u. v. m..

Eine klare, sich wiederholende Tagesstruktur hilft den Kindern, Zeitgefühl zu entwickeln und bietet Sicherheit. Der Tag ist so gegliedert, dass sich  freiverfügbare Zeit und Angebote in Klein- und Gesamtgruppe abwechseln.

In diesem Zusammenhang wurden auch Kindergartenregeln mit den Kindern erarbeitet. Kinder, die mit diesen Regeln umgehen können, können nach einer “Prüfung“ den Kindergarten auch ohne Begleitung durch ErzieherInnen nutzen. In der täglichen „betreuten Zeit“ werden möglichst viele Nebenräume und der Garten durch ErzieherInnen betreut, damit alle Kinder mit und ohne Prüfung möglichst viele Angebote in unserem Haus ihren Neigungen entsprechend nutzen können. Auch die Spielbereiche in den Gruppenräumen sind deshalb teilweise unterschiedlich, so dass eine größere Vielfalt für alle Kinder besteht.

All diese Aspekte unserer pädagogischen Arbeit führen die Kinder zur Schulfähigkeit.

Besondere Angebote für die Kinder, deren Einschulung bevorsteht, werden gruppenübergreifend in Projekten geplant.

Im Interesse eines guten Übergangs vom Kindergarten in die Schule, wird eine enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Grundschule Steinen gepflegt. Unser Kindergarten hat auch am Projekt "Schulreifes Kind" teilgenommen.

Weitere Kooperationspartner sind Beratungsstellen, Kinderärzte, Therapeuten, Fördereinrichtungen, andere Kindergärten u.v.m.

Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum Mühlehof, anderen Kirchen, Geschäften und Betrieben Steinens sind Ausdruck unserer Gemeinwesenorientierung.